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Erfahrungsberichte

 

Arthur, 21 Jahre

Am 17. März 2005 bin ich zu meinen Pflegeeltern gekommen. Ich bin damals vom Kinderheim Duisburg zu meinen Pflegeeltern gekommen. Im Kinderheim habe ich mich nie wirklich wohl gefühlt und habe immer viel Ärger und Streit gesucht. Aber auch von anderen wurde ich immer sehr viel geärgert und gehänselt. Dann bin ich zu meinen Pflegeeltern gekommen, wo ich mit Liebe und Fürsorge aufgenommen wurde. Ich war damals 14 Jahre alt. Meine Pflegeeltern haben mir geholfen und mir gezeigt, dass man was im Leben erreichen kann. Nach der Schule hat mir meine Pflegemutter bei den Hausaugaben geholfen und mit mir zusammen für die Schule gelernt. Zweimal in der Woche bin ich zur Nachhilfe für Mathematik gegangen, was mir auch sehr geholfen hat mich auch in der Schule zu konzentrieren und meine mathematischen Kenntnisse zu stärken und fördern. Abends habe ich dann noch zusammen mit meinen Pflegevater gelesen, da ich auch nicht richtig lesen konnte.

Zu meinem Pflegevater hatte ich auch eine sehr persönliche Beziehung aufgebaut und konnte, wann es auch immer mir nicht gut ging, zu ihm kommen und mit ihm darüber reden und mir Rat holen, wann auch immer ich einen brauchte. Aber auch zu meiner Pflegemutter konnte ich gehen und sie hat mir dann geholfen bei meinen Problemen. Es gab auch schon Streit in der Familie, aber da wurde dann zusammen darüber gesprochen und eine Lösung gefunden, wie man es dann beim nächsten Mal besser machen kann.

Sie haben mich beide unterstützt meinen Schulabschluss zu machen und mir den richtigen Weg gezeigt, zu einem vernünftigen und selbstbewussten jungen Mann zu werden. In den Jahren wo ich bei meinen Pflegeeltern gelebt habe, haben sie mir viel ermöglicht auf Freizeiten zu fahren oder an verschieden Aktivitäten teilzunehmen.

Nach meiner Schule habe ich eine Ausbildung zum Beikoch angefangen und sie erfolgreich beendet. Seit August 2011 habe ich meine Ausbildung zum Koch begonnen die ich bis Juni 2014 mache.

Ich bin sehr froh, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe, um aus meinen Leben noch was zu machen und dankbar für die Unterstützung, die ich bekommen habe.

 

Pascal, 20 Jahre

Wegen familiärer Probleme hatte Ich schon länger in Pflegefamilien gewohnt. Seit 2007 wurde Ich dann in meinen Familien durch Plan B betreut, zu dem Zeitpunkt war Ich 15 Jahre alt.

Ich war unmotiviert in allen Lebenssituationen, hatte schlechte Schulnoten und war verhaltensauffällig, hatte ein Alkoholproblem und bekam mein Leben einfach nicht auf die Reihe. Meine Schule sah keinen Sinn darin mich weiterhin zu behalten, da keinerlei Steigerung zu erkennen war.

2009 bat mir Plan B an, mein Leben umzukrempeln, ich könne in Frankreich noch einmal neu anfangen und ich entschied mich diese Chance zu nutzen.

Ich wurde von der Familie gut aufgenommen, doch anfangs war es dort sehr schwierig für mich. Ich verstand die Sprache nicht. Plan B organisierte mir eine Nachhilfelehrerin mit der ich mindestens 3 mal die Woche einige Stunden französisch lernen sollte und erstaunlicherweise verstand ich die Sprache schon nach 3-4 Monaten so gut wie komplett. So konnte ich relativ schnell Kontakte knüpfen und meine neuen Freunde verstehen. In der Schule schrieb ich mittlere bis sogar gute Noten. Unterstützung dabei boten mir auch eine deutsche Betreuerin sowie ein deutscher Psychologe von Plan B, denen ich meine Sorgen berichten konnte, ob es sich um Schule oder Familie handelte.

Durch mein neues Umfeld legten sich meine Probleme mit dem Alkohol, ich hatte mich unter Kontrolle und trank nur noch gelegentlich, es lag wohl auch daran das ich mich nicht direkt wieder an die falschen Leute hängte, sondern den Neuanfang auch in Bezug auf meinen Freundeskreis als Neuanfang nutzte.

Am Ende meines ersten Jahres in Frankreich hatte ich meinen Hauptschulabschluss in der Tasche, ich hatte mich also im Vergleich zu meiner Zeit in Deutschland sehr gesteigert. Zusammen mit meinen Betreuern hatte ich dann überlegt in einem weiteren Jahr in Frankreich meinen Sozialassistenten zu machen.

Nach meinen 2 Jahren in Frankreich hatte ich eine Menge Erfahrungen gesammelt und spreche jetzt perfekt französisch.

Ich sehe meine Betreuung durch Plan B als sehr sinnvoll, sie haben mir in meiner Zeit viel Hilfe geboten und ich habe letztenendes doch noch etwas aus mir machen können.

Heute, ein Jahr nach der Betreuung, habe ich meine eigene Wohnung und arbeite derzeit als Gärtner, werde Ende dieses Jahres wahrscheinlich eine Ausbildung beginnen und habe mein Leben relativ gut im Griff.

 

Barney, 19 Jahre

Es begab sich zu der Zeit des 18.06.09 als ich kurzerhand einer Entscheidung entgegengestellt wurde, die mein ganzes Leben verändern sollte. Zu dieser Zeit lebte ich in einem Heim, in Düsseldorf und war 16 Jahre alt. Ich hatte zwar perspektive, aber nicht wirklich so wie ich es wollte. Ich konnte wählen, ob ich nach Portugal gehe in eine 1 zu 1 Betreuung, oder ob ich aus dem Heim fliege und irgendwo auf der Straße bin. Dies war ja auch nicht mein erstes Heim, sondern ich habe bereits mehrere Stationen vorher durchlaufen.

Ich entschied mich für den Flug und befand mich 4 Tage später im Flieger. Ich kam zu einer Betreuerin in einem sehr kleinen Dorf, keine 100 Einwohner. Stadt? Gab es keine. Man war stolz auf 2 Bars die dort existierten. Ich hatte viel Zeit für mich, viel Zeit mit der man nicht immer was was anzufangen wusste. Zum Glück gab es dort auch Holländer, Engländer und Amerikaner. Unser nächster Nachbar war Amerikaner und er verstand sich gut mit meiner Betreuerin. Er hat uns oft geholfen wenn wir Probleme hatten. Auch war ganz in der Nähe eine Engländerin, mit der ich oft was unternommen und gekocht habe.

Nach ca. 6 Monaten bin ich dann zur Schule gegangen. Auch wenn ich es anfangs nicht wollte und keinen Sinn darin sah, wusste ich doch, dass es das Beste sein wird. Es war aber keine gewöhnliche Schule, ich konnte ja kein Portugiesisch. Ich ging zur Web-Individualschule, eine Schule, die Unterricht über das Internet führt. Ich verstand mich von Anfang an mit meinem Lehrer.

Irgendwann führten die Probleme mit meiner Betreuerin jedoch zu einem Umzug. Die 1 zu 1 Betreuung war somit nach 9 Monaten zu Ende und ich kam zur einer Familie mit Tochter in meinem Alter. Die Gegend war mir nicht unbekannt, ich war da schon öfters in der Stadt. Ich hatte dort mein eigenes Apartment, die Küche sollte aber nicht genutzt werden. Ich kam dort sehr gut zurecht, auch wenn ich öfters Probleme mit der Tochter hatte.

Mit der Zeit wurde aber auch ich älter, 17 Jahre und schon fast 18. Ich sollte in die Verselbstständigung kommen, in eine Art „WG“ mit einem Betreuer. Vor meinem Umzug war ich öfters an Wochenenden da, um die anderen besser kennenzulernen. Mir gefiel es und ich zog dort hin. Es gab dort mehrere Wohnungen und ich musste mir eine mit einem Mitbewohner teilen. Noch im selben Sommer flog ich das erste Mal nach Deutschland und machte meinen Hauptschulabschluss. Ich machte die Schule noch ein Jahr länger, machte meinen Realschulabschluss und blieb auch in der Zeit in der Verselbständigung wohnen. Ich musste dort vieles lernen wie z.B. einkaufen, sauber machen, sich selbst versorgen und mit anderen in einer engeren Gruppe klar zu kommen.

Mit Beendigung des Realschulabschlusses, habe ich mir bereits eine Ausbildungsstelle in Deutschland besorgt.

Nach den 3 Jahren in Portugal kehrte ich zurück nach Deutschland, in eine WG von Plan B in meiner Heimatstadt. Es gefällt mir sehr gut und ich komme gut mit den Begleitpersonen zurecht. Man hilft mir hier oft bei Problemen, Einkaufen und anderen Dingen die gerade so anfallen.


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